Der Saturnmond Enceladus – eine weitere Wasserwelt in unserem Sonnensystem?

Am Samstag um 17 Uhr wird Sie über oben genanntes Thema referieren.

Weit entfernt von der Sonne zieht der Saturn-Mond Enceladus seine Bahnen. Unter seiner eisgepanzerten Oberfläche schwappt ein salziger Ozean.
Die Raumsonde Cassini konnte Fontänen aus Wasserdampf untersuchen und Nano-Eis und Salze erforschen. Am Südpol entdeckte Cassini sogar Silizium-Verbindungen, die auf aktive Hydrothermalquellen hinweisen.

Mit organischen Verbindungen wie Methan und einem durch den Eispanzer gut geschützten mondumspannenden Ozean ist Enceladus eine weitere Eiswelt in unserem Sonnensystem. Der Vortrag gibt zunächst einen Einblick in die Exobiologie und erläutert dann die Enceladus` Besonderheiten als potentiellem Träger von Leben.

Der Schwerpunkt liegt in der Diskussion, wie Leben in so einem Salzozean aussehen könnte und welche irdischen Ökosysteme hier modellhafte Vergleiche bieten. Dabei geht es auch um die geheimnisvolle Lost City in der Tiefe des Nordatlantiks.
Ein Szenario mit viel Science-Fiction-Potential – wie so viele der Monde in unserem Sonnensystem!

Vita:
Die Biologin und Journalistin Bettina Wurche hat in Hamburg Zoologie, Fischereiwissenschaft und Paläontologie studiert. Sie hat Forschungsreisen in die Arktis und Antarktis unternommen, als Pottwal-Guide und im Forschungsbergbau gearbeitet, viel Zeit in Museen verbracht und arbeitet jetzt als Freelancer in der Wissenschaftskommunikation und Science Marketing.
Sie schreibt u. a. für verschiedene Print- und Online-Medien und den Science-Blog „meertext“. Für die Europäische Weltraumagentur ESA ist sie manchmal als Astrobiologie-Referentin tätig.
Inhaltlich beschäftigt sie sich am liebsten mit Ozeanen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – Wale und Meeresschutz sind ihr besonderes Anliegen.
Außerdem ist sie bekennender Science Fiction-Fan – SF, Wale und Umweltschutz passen wunderbar zusammen